Pferderassen 11
Jaf, Jakute/Yakute, Java Pony, Jütländer
Zuchtgebiet
Kurdistan und Iran Durch häufige Einkreuzung von orientalischem Blut in
vorhandene Araber- und Landstuten entstandene Rasse, Stockmaß sehr
unterschiedlich, meist um 150 cm Stockmaß, sehr temperamentvolles, feuriges
Steppenpferd; intelligent und von gutem Charakter; hart, zäh und ausdauernd.
Verbreiten in der Türkei und im Iran. Orientalisches Warmblutpferd im
Araber-Typ. Hübscher, kleiner Kopf mit dehnfähigen Nüstern, lebhaften, großen
Augen und kleinen, spitzen Ohren; kräftiger, wohlgeformter Hals auf guter
Schulter; viel Brust; gerader Rücken und gerade Kruppe; hoch angesetzter und
getragener Schweif; schlanke, trockene Beine mit harten, kleinen Hufen,
Schimmel, Hellbraune, Braune und Füchse. Reitpferd, ähnlich dem
mongolischen Przewalskipferdes. Schwerer, unedler Kopf mit dicker Mähne und
dickem Schweif; kurzer, starker Hals; kräftige Schulter; breite, tiefe Brust,
kurzer, starker Rücken mit ebensolcher Kruppe; stämmige, trockene Beine mit
harten Hufen.
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Zuchtgebiet
in der Yakutischen ASSR. Zuchtzentrum ist Jakutsk, Stockmaß 135 bis 140 cm, Das
Gewicht liegt bei 430 bis 470 kg. Geduldig, genügsam, äußerst gesund,
widerstandsfähig und zäh, - dem extremen, rauen Klima, dessen Minusgrade im
Winter bis auf -60° absinken können, sehr gut angepasst. Unverzichtbar als
Reit- und Packpferd. Kräftiges Wald- und Tundrapferd mit dicker Haut und
dichtem Feil, dessen Haare im Winter bis zu 15 cm lang werden können und
zusammen mit dem sehr langen, kräftigen Langhaar vor Insekten und Frost schützen.
Großer, derber Kopf, gerader, breiter Hals, kompakter, tiefer Rumpf, langer Rücken,
abfallende Kruppe, stabile Gliedmaßen mit kurzen Röhrbeinen. Große Hufe, die
das Einsinken in Moor, Matsch und Schnee verhindern. Braune, Braunschimmel,
Falben, oft mit Aalstrich, Schulterkreuz und Zebrastreifen. Ausgewachsene Pferde
liefern um 228 kg Frischfleisch, Stuten in der sechsmonatigen Laktationszeit
1.200 bis 1.700 kg Milch. Das Jakutenpferd soll von Pferden abstammen, die im
13. und 14. Jh. vom Jenissej in die Jakutsker Region kamen und feiner und größer
waren als die heutigen Jakuten. Durch das extreme Klima in der sibirischen
Tundra und das karge Leben in halbwilden Herden mutierte es zu der kompakten,
robusten Rasse. Es stammt vom Mongolen Pferd ab, ist aber länger und massiver.
Drei Typen haben sich gebildet: im Norden der größere und gleichmäßigere
Original-Typ, das Kolyma oder Werchojansk Pferd, der kleine Süd-Typ ohne
Einkreuzung anderer Rassen, und der große Süd-Typ, der in Zentraljakutien sehr
verbreitet ist und den man durch Traber und Kaltblüter, jedoch mit geringem
Erfolg, verbessern wollte.
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Zuchtgebiet
Indonesien, Stockmaß 120 cm. Willig und unermüdlich. Zierlich gebaut. Zieht
die zweirädrigen Taxis, für jede Art von Tätigkeit geeignet.. Kleines, wenig
ansprechendes Pony. Plumper Kopf auf kurzem, dickem Hals; steile Schulter; wenig
markierter Widerrist; gerader Rücken mit schwacher Kruppe; die Beinstellung ist
in der Regel ungünstig (unterständig, kuhhessig, säbelbeinig) und trotzdem
ist es ein unermüdlicher Arbeiter. Die indonesischen Ponys sind für den
Transport, die Kommunikation und die Landwirtschaft von großer Bedeutung; es
gibt auf vielen der Inseln eigene Rassen. Die Ponyzucht wird in vielen Fällen
vom Staat gefördert. Die Tiere gehören im allgemeinen zu den primitiveren
Arten; im Laufe der Jahrhunderte haben sie sich an die Arbeit in tropischer
Hitze angepasst. Das Java Pony - das vom Mongolischen Wildpferd abstammt - ist
das einheimische Pony der Insel Java. Es wird für jede Art von Arbeit
eingesetzt, unter anderem auch zum Ziehen der Sados, der zweirädrigen
Inseltaxis. Zu den anderen Inselrassen gehören der Timor, ein kleines, kluges
Pony mit edlem Körperbau; das Bali, eine sehr primitive Ponyart, das als
Packtier benutzt wird; das Batak aus Sumatra, das durch Araberblut verfeinert
und verbessert worden ist; das Gayoc aus Sumatra; das Sumbawa, das dem Sumba ähnelt,
und das Sandalwood von den Inseln Sumba und Sumbawa - ein schnelles, zierliches
Pony.
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Zuchtgebiet
Dänemark, Stockmaß ca. 155 bis 162 cm, Gewicht ca. 800 kg, freundlich, gutmütig,
sehr stark, ausdauernd, Zugpferd. Eifrige Aktion, guter Trab und große Zugkraft.
Sehr kräftiges und schweres Arbeitspferd im praktischen, Zweckbetonten Typ.
Massiver, grober Schädel, freundlicher Ausdruck, lange Ohren. Kurzer, gerader
Hals, einer steilen, aber extrem breiten Schulter entspringend. Kaum Rist, aber
sehr tiefer und breiter Rumpf. Kompaktes Mittelstück, ausladende Rippenwölbung,
immens kräftige, runde Kruppe (Spaltkruppe) mit abfallender Linie. Kurze, säulenartige
Beine mit breiten Gelenken, massives Fundament, viel Behang und flache Hufe.
Farbe: sehr häufig Füchse verschiedener Schattierungen mit hellem Langhaar und
Behang, auch Rappen. Der Jütländer geht auf das schwere Pferd der nordeuropäischen
Niederungen zurück, das im Mittelalter beim Ritterstand begehrt war. Ab dem 16.
Jahrhundert wurde er an Popularität vom Frederiksborger übertroffen und fand
nur mehr in der Landwirtschaft Verwendung. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse
wiederholt mit Frederiksborgern, Yorkshire Roadstern und Cleveländern gekreuzt,
um sie etwas gängiger zu machen. Später wurden auch Shires, Clydesdales und
Suffolks eingesetzt, da man inzwischen wieder mehr Masse brauchte. Die
wechselhafte Zuchtpolitik änderte sich schlagartig mit dem Einsatz des
englischen Kaltbluthengstes Oppenheim, der ein Shire oder Suffolk gewesen sein
soll, neben seiner dunklen Fuchsfarbe auch überragende Qualitäten einbrachte
und zum Stammvater des modernen Jütländers wurde.
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